Kopfgrafik Fliegl Fahrzeugbau GmbH

Die Firmengeschichte

 

Begonnen haben die Unternehmungen von Josef Fliegl eigentlich schon mit der Übernahme des 25 ha großen elterlichen Landwirtschaftsbetriebs im Jahre 1970 noch vor seinem 26. Geburtstag. Weil ihn Technik und Maschinenbau besonders interessieren, sattelt er schließlich um vom Landwirt zum Maschinenbauer.

1975 legt Josef Fliegl die Gesellenprüfung als Maschinenbauer ab und startet im Juli mit einem Landmaschinenbetrieb als Einzelunternehmen auf dem elterlichen Hof außerhalb von Kastl/Oberbayern. Ein Meister muss eingestellt werden, weil das die Handwerksordnung so verlangt. Josef Fliegl legt jedoch Wert auf Unabhängigkeit und bereitet sich Anfang 1976 innerhalb von drei Monaten auf die Meisterprüfung vor.

1976 absolviert Josef Fliegl die Meisterprüfung für Maschinenbau. Anfangs nur mit drei Lehrlingen und zwei Schweißern konzentriert er sich auf die Herstellung von Güllefässern und Lkw-Kippern.

1977 beginnt das Unternehmen Fliegl mit der Produktion von Schwergrubbern vor allem zur Stoppelbearbeitung und Saatbeetbereitung. Mehr als 400 Schwergrubber stellt Fliegl im Jahr her. In den Folgejahren investiert die Landwirtschaft verstärkt in Wohn- und Wirtschaftgebäuden, für den Unternehmer Fliegl ist das eine Herausforderung.

1981 sichert Fliegl seine Unternehmungen durch Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ab und installiert die Fliegl GmbH Maschinenbau mit Sitz in Kastl.

1982 bringt er einen robusten Betonmischer, den "Mischmeister", auf den Markt. Innerhalb von zwei Jahren wird er mehr als 1.000mal verkauft.

1987 ist ein Jahr von besonderer Bedeutung für den Unternehmer Fliegl. Er meldet die Weltneuheit "Mischmeister mit Füllautomatik" zum Europapatent an. Nach zweijähriger Prüfung wird er ohne Einschränkungen patentiert. Fliegl entwickelt für die Bauwirtschaft den Duplex-Mischer, der durch seine hohe Mischqualität und Mischleistung besticht.

1988 nimmt sich Fliegl wieder verstärkt der Landwirtschaft an, die mit ihren wachsenden Betrieben immer mehr zu einem "Transportgewerbe wider Willens" wird. Er entwickelt die "Kipper-Baureihe 88", die sich durch Stabilität und Robustheit auszeichnet. Zwischenzeitlich erweitert Fliegl die Produktpalette seines Unternehmens und produziert Staplergabeln, Ballentransportgeräte, Frontladerzubehör und Schnellwechselrahmen.

1990: Die Mauer fällt, die Grenzen öffnen sich nach Osten. Fliegl drängt auf die neue Märkte. Ohne produktives Standbein im Osten ist das jedoch schwer.

1991 übernimmt Josef Fliegl daher in Triptis in den neuen Bundesländer ein Betriebsgelände von 120.000 m2 und gründet die MBFL Fliegl GmbH Fahrzeugbau. Das Unternehmen errichtet 18.000 m2 neue Produktionshallen und 3.500 m2 Lagerhallen. Geschäftsführer wird sein Sohn Helmut Fliegl. Das Unternehmen investiert in den Folgejahren 15 Millionen EURO in Arbeitsplätze zur Produktion von Nutzfahrzeugen, Tiefladern und Kippern für die Bauwirtschaft und das Transportgewerbe.

1993 wagt Fliegl den Sprung nach Ungarn, in ein nicht deutschsprechendes Land. Er gründet dort in Abda, nahe der österreichischen Grenze die Fliegl Kft. Geschäftsführer wird sein Sohn Josef Fliegl jun. Rund 20 Millionen Mark investiert das Unternehmen im Laufe der Zeit in die Produktion von Komponenten für Landmaschinen, Nutzfahrzeuge und Betonmischer. Mit einer Produktionsfläche von über 42.000 m2 umfasst das Betriebsgelände mittlerweile eine Fläche von 350.000 m2.

1995 bringt Fliegl eine besondere Neuheit auf den Markt, den Schneckenverteiler "Garant" für die bodennahe Gülleausbringung. Ohne die Gülle zu zerkleinern, verteilt der Garant die Gülle sehr genau, wie Untersuchungen der Landtechnik Weihenstephan beweisen. Mehr als 2.000 Schneckenverteiler stehen mittlerweile im praktischen Einsatz.

1996: Fliegl expandiert weiter. Die Fliegl GmbH erwirbt in Töging ein 90.000 m2 großes Betriebsgelände der Vereinigten Aluminiumwerke (VAW) mit leerstehenden Werkshallen, weil die Produktion im Stammwerk Kastl aus allen Nähten platzt.

1997 installiert Fliegl dort mit seiner Mannschaft die mit 450 Metern wohl längste Produktionsstrasse der Branche. Auch im weltweiten Internet ist Fliegl erstmals vertreten. Seine Homepage ist unter der Adresse http://www.fliegl.com zu finden.

1998 verlagert Fliegl die Produktion vom Stammhaus Kastl nach Töging und fertigt dort flexibel Anhänger aller Größen für Land- und Bauwirtschaft sowie das Transportgewerbe, Mischmaschinen für Güter aller Art, Güllefahrzeuge jedweden Typs, den Gülle-Schneckenverteiler Garant und anderen Bedarf für Industrie, Landwirtschaft und Gewerbe.

1999 im Februar erstrahlt mit der Eröffnung des Agro-Centers die alte Produktionsstätte Kastl mit 12.000 m2 Hallenfläche sowie 25.000 m2 Freigelände in neuem Glanz. Dort können Kunden, fachkundig beraten, aus Service- und Kleinteilen aller Art und aus Ersatzteilen von Fliegl-Produkten wählen und zu lukrativen Preisen kaufen. Damit reagiert Fliegl schnell auf die steigenden Servicewünsche seiner Kunden.

Fliegl stellt zum ersten Mal die Abschiebewägen "Gigant" vor mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 14 bis 35 Tonnen und einem Fassungsvermögen von 25 bis 60 m3. Diese Neuheit hat auf der Agritechnica 1999 eine Silbermedaille der DLG erhalten.

2000: Fliegl beginnt das neue Jahr innovativ mit der Eröffnung eines Online-Shops im Internet. Unter der Adresse http://www.agro-center.de finden Verbraucher sowie Kunden aus Handel, Land- und Bauwirtschaft eine Vielzahl von Produkten. Schnell und unkompliziert können sie online das Gewünschte bestellen. Die Bearbeitung und der Versand erfolgt umgehend.

2002: Im Jahre 2002 erfolgt eine Verbesserung des Abschiebewagens. Für den Abschiebewagen gibt es ein einzigartiges Streuwerk mit vollautomatischer Regelung. Der Abschiebewagen mit Streuwerk wurde von der DLG auf Streugenauigkeit geprüft.

Bau der neuen Ausstellungshalle mit Bürogebäuden und Betriebsleiterwohnung am Standort Töging. Es wurde eine große Ausstellungshalle mit Verkaufsbüro, Empfangshalle, Konferenzraum und großzügiger Betriebsleiterwohnung geschaffen. Die Ausstellungsfläche in der Halle beträgt 1.300 m2, das Bürogebäude mit Wohnflächen misst 828 m2. In dieser neuen Halle werden unsere Maschinen und Kleingeräte präsentiert. Es wurden auch zahlreiche Ausstellungsflächen im Feien sowie genügend Parkplätze für Angestellte und Kunden geschaffen. Die Baukosten für diesen Neubau betragen ca. 1.150.000,- Euro. Durch diese Investitionen wird ein Produktionszuwachs und höhere Verkaufszahlen angestrebt. Deshalb kann mit einer Schaffung von bis zu 20 neuen Arbeitsplätzen gerechnet werden.

Zur Produktverbesserung wurde eine neue Durchlauf-Sandstrahl- und Lackieranlage angeschafft. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 850.000,- Euro.

Einzelne Firmenstandorte:
Gesamtmitarbeiterzahl: ca. 850

Standort Kastl / Agro-Center:
5.000 m2 Verkaufshallen
1.000 m2 Ausstellungshallen
4.000 m2 Lagerhallen
2.000 m2 Produktionshallen
25.000 m2 Freigelände (Park- und Lagerhallen)
Mitarbeiter: 45
Mehr als 30.000 Artikel im Programm wie z.B. Hydraulikzylinder, Kipperpressen, Fahrzeugteile, Güllezubehör, alles für den Schneckenbau, Frontladerzubehörgeräte, Druck- und Zugfedern.

Standort Töging:
90.000 m2 Werksgelände
Mitarbeiter: 200
Längste Fertigungsstraße der Branche mit 450 m
Ca. 3.200 Fahrzeuge werden pro Jahr produziert.
Produktion von Anhängern für die Land- und Bauwirtschaft sowie das Transportgewerbe, leistungsfähige Mischmaschinen für Güter aller Art, langlebige Güllefahrzeuge mit dem Schneckenverteiler GARANT.

Standort Triptis:
175.000 m2 Werksgelände
40.000 m2 Produktionshallen
Mitarbeiter: 220
Geschäftsführer: Helmut Fliegl
Produktion von Anhängern, Aufliegern und Tiefladern für das Logistik- und Transportgewerbe sowie für die Bauwirtschaft.

Standort Abda / Ungarn:
350.000 m2 Betriebsgelände
42.000 m2 neu errichtete Produktionshallen
Mitarbeiter: 250
Geschäftsführer: Josef Fliegl jun.

Hier werden sowohl für Landmaschinen als auch für die Nutzfahrzeuge und unsere Betonmischer Komponenten produziert und zugeliefert. Abda in Ungarn ist der Standort, von dem aus ein großer Teil osteuropäischer Staaten kaufmännisch betreut und erschlossen wird.

Neben den beiden Söhnen, die in den Werken Triptis und Abda Geschäftsführer sind, gibt es noch 3 weitere Kinder. Sohn Johann hat ebenfalls den Sprung ins Ausland gewagt und baut mit Frau Renate unsere Auslandskontakte und -geschäfte von Barcelona / Spanien aus weiter auf. Er hat im Jahr 2002 die Firma Fliegl Ibericá gegründet und arbeitet von dort aus selbständig. Sohn Martin wurde im Frühjahr 2008 die Verkaufsleitung der im gleichen Jahr neu gegründeten Bau- und Kommunaltechnik GmbH übertragen. Tochter Angelika leitet das Agro-Center in Kastl.